Donnerstag, 4. Juni 2015
NBA : Gewinner und Verlierer, Teil ll
Auch wenn die NBA-Saison noch nicht ganz zu Ende ist, so wollen wir doch schon einmal einen Rückblick auf die abgelaufene Spielzeit wagen und für euch die Gewinner und Verlierer im Westen und Osten analysieren. Weiter geht es heute mit der Eastern Conference!

GEWINNER:


Atlanta Hawks:

Platz 1 im Osten , Conference Finals, dazu auch noch den Coach des Jahres unter Vertrag - die Hawks haben ein wirklich starkes Jahr hinter sich, das man so nicht unbedingt erwarten durfte. Dabei spielten viele Faktoren eine Rolle : Zum einen erkennt man mittlerweile die "Spurs 2.0 Philosophie" von Mike Budenholzer schon in Ansätzen, zum Anderen haben einige Spieler, darunter auch Dennis Schröder , einen gewaltigen Entwicklungsschritt gemacht. Sollte es Atlanta gelingen, seine Starter weiter zu verpflichten ( Paul Millsap und DeMarre Carroll werde Free Agents), muss auch in den kommenden Jahren mit dem Team aus Georgia gerechnet werden. Da tut es auch nichts zur Sache, dass die Erwartungen durch das deutliche Playoff-Aus gegen Cleveland möglicherweise einen kleinen Dämpfer erhalten haben.


Milwaukee Bucks:

Es tut sich etwas in Milwaukee! Nur ein Jahr , nachdem das Team aus dem Norden des Landes als schlechtestes Team der Saison abschloss , wird der Franchise eine großartige Zukunft vorausgesagt. Headcoach Jason Kidd, dessen Trainerkarriere auch noch in den Kinderschuhen steckt, schaffte es , eine Team, das aufgrund seines jungen Durchschnittsalters eher am Ende der Tabelle erwartet wurde, in die Playoffs zu führen. Vielleicht wäre ohne die schwere Verletzung von Top-Rookie Jabari Parker sogar noch der eine oder andere Sieg mehr herausgesprungen. Doch mit Parker, Giannis Antetokoumnpo, einem potentiellen Superstar, John Henson und Michael Carter-Williams verfügen die Hirsche über eine Ansammlung an jungen, hungrigen Spielern, die die NBA auch in den kommenden Jahren aufmischen dürften. Die Chicago Bulls hatten in Runde Eins der Playoffs schon ihre Mühe, die Bucks aus dem Weg zu räumen.


Boston Celtics:

Dass die Fans der Celtics die Strategie des Managements , sämtliche Topspieler abzugeben und stattdessen auf Talente und kommende Draftpicks zu setzen, alles andere als prickelnd fanden, konnte man nachvollziehen. Waren die Kelten doch immer eines der Aushängeschilder der NBA, die Fans zudem sehr erfolgsverwöhnt. Doch ein paar Monate später dürften die Anhänger der Grün-Weißen zuversichtlich in die Zukunft blicken. Manager Danny Ainge und Coach Brad Stevens ist es gelungen aus jungen Spielern wie Jared Sullinger, Avery Bradley oder Kelly Olynyk eine Truppe mit Potential aufzubauen. Die Celtics erreichten trotz der Trades ihrer Stars die Playoffs und halten zudem für die kommenden Drafts einige vielversprechende Picks in der Hand. Zudem kursieren die Namen einiger Stars rund um die Franchise aus Massachusetts. Ty Lawson? DeMarcus Cousins? Die Celtics haben immer noch ihren Reiz für Free Agents. Die kommende Offseason könnte für Boston die wichtigste seit vielen Jahren werden!


VERLIERER:


Philadelphis 76ers:

Eigentlich wollten wir die Sixers schon aus Prinzip nicht in diese Liste aufnehmen, obwohl sie dort definitiv hingehören. Was die Verantwortlichen aus Philly in den letzten Jahren veranstaltet haben, ist gegenüber den Fans respektlos. Gefühlt dürften die 76ers in den nächsten fünf Jahren über eintausend Picks verfügen. Das ein Neuaufbau, der dringend nötig war, seine Zeit dauert, ist völlig klar. Doch dass man beispielsweise im Draft den schwer verletzten Big Man Joel Embiid zog, der kein einziges Spiel bestritt, dazu seinen potentiellen Point Guard der Zukunft, Michael Carter-Williams nach Milwaukee tradete, wirft den meisten Menschen wohl doch einige Falten auf die Stirn. Aus dem aktuellen Roster Philadelphias haben nur Tony Wroten und Center Nerlens Noel NBA-Niveau. Wir hoffen für die Fans aus der Stadt der brüderlichen Liebe, dass das Frontoffice einen gut durchdachten Plan verfolgt, um das Team zurück zu altem Glanz zu führen. Andernfalls ist für die kommenden Jahre keine Besserung in Sicht.


New York Knicks:

Als der Großmeister des Basketballs, Phil Jackson, seinen Dienst als Präsident in New York antrat, träumten die Fans von einer glorreichen Zukunft. Doch Jahr 1 nach Jacksons Arbeitsbeginn liest sich alles anders als vielversprechend. Der Basketball, den die Knicks ihren Fans boten, hätte wohl auch jeden Laien des Sports dazu bewegt, den Fernseher lieber abzuschalten. Von der Triangle-Offense, die Jackson zu seiner Zeit als Coach der Bulls und Lakers perfekt zelebrierte, ist im Big Apple nichts zu sehen. Dabei hatten die Knickerbockers mit Carmelo Anthony einen absoluten Superstar in ihren Reihen, der dann aber Großteile der Saison verpasste, zudem mit J.R Smith und Iman Shumpert zwei talentierte Shooter, die man allerdings nach Cleveland zu den Cavaliers schickte, mit denen sie nun im NBA Finale stehen. Dass die Knicks in der Draftlotterie auf Platz 4 abrutschten, ist bezeichnend für die ganze Saison. Ein gesunder Carmelo Anthony in Topform, dazu ein Topspieler im kommenden Draft und vielleicht der eine oder andere überdurchschnittliche Free Agent müssen her, um das Team zurück in die richtigen Bahnen zu lenken. Die ganz großen Stars wie Marc Gasol oder DeAndre Jordan dürften es aber wohl nicht werden, zu schwach war die abgelaufene Saison in New York.


Miami Heat:

Es war eine Saison voller Seuchen für die Heat. Trotz des Abgangs von Lebron James verfügte Miami über eine schlagkräftige Truppe, mit der die Playoffs in jedem Fall drin gewesen wären. Doch während der Saison fiel Superstar Chris Bosh mit einer schweren Verletzung an der Lunge aus, schwebte teilweise sogar in Lebensgefahr. Auch Franchiseplayer Dwayne Wade quälte sich immer wieder mit Verletzungen. Der Trade, der Point Guard Goran Dragic nach Florida brachte, sollte Besserung geloben, doch stattdessen verpassten die Heat die Postseason und wurden gar nur Zehnter im Osten. Auch für die Zukunft sieht es alles andere als rosig aus. Der Zeitpunkt für die Rückkehr von Chris Bosh steht noch nicht fest, zudem spielt Dwayne Wade mit Wechselgedanken, auch Dragic wird im Sommer Free Agent. Einzig Center Hassan Whiteside, der Aufsteiger der Saison, macht Hoffnung auf mehr. Sollte Wade das Team wirklich verlassen, dürften in Miami ganz dunkle Zeiten anbrechen.

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