Donnerstag, 5. Februar 2015
Gefragt wie nie - Deutsche Eishockyprofis in der NHL
sports network, 01:45h
Dass Eishockey eine nordamerikanische, vorallem aber kanadische Domäne ist, ist hinreichend bekannt. Das war schon immer so. Allerdings nimmt die Anzahl an europäischen Spielern in Übersee von Jahr zu Jahr zu. Dass die Topstars dabei überwiegend aus Skandinavien, Russland oder Tschechien kommen, überrascht auch niemanden mehr.
Doch auch Deutschland stellt mittlerweile ein beachtliches Kontingent an begabten Eishockey-Exporten. Doch wer sind die Nachfolger von Legenden wie Uwe Krupp, Olaf Kölzig oder Jochen Hecht? Sports Network stellt sie euch vor und blickt dabei auch schon einmal ein paar Jahre voraus!
Die Etablierten
Dennis Seidenberg (33, Verteidiger , Boston Bruins):
Er gehört auf seiner Position zweifelsohne zu dem Besten, was die NHL zu bieten hat.
Im Jahr 2001 erst in der 6.Runde von den Philadelphia Flyers gedraftet, begann seine Karriere im Jahre 2002 beim Team aus Pennsylvania. Nach 4 Jahren in der Stadt der brüderlichen Liebe führte ihn sein Weg über Phoenix, Carolina und die Florida Panthers schliesslich 2010 nach Boston. Dort entwickelte er sich zu einem der besten Defensiv-Verteidiger der Liga. 2011 gewann er auf dem Höhepunkt seiner Karriere mit den Bruins den Stanley Cup, als erst zweiter deutscher Spieler nach Uwe Krupp. Seidenberg ist kein spektakulärer Spieler, doch er leistet defensiv unglaubliche Arbeit vor dem eigenen Tor und ist für jeden Angreifer der Liga ein unangenehmer Gegenspieler.
Christian Ehrhoff (32, Verteidiger, Pittsburgh Penguins) :
Er war 2011 mit den Vancouver Canucks Gegner der Boston Bruins im Stanley Cup Finale, welches jedoch bekanntermaßen verloren ging. 2003 begann seine NHL-Karriere bei den San Jose Sharks, wo er ab 2006 zum absoluten Leistungsträger avancierte. Nach 2 Jahren in Vancouver, wo er sich zu einem Superstar in der Liga entwickelte, wechselte er 2011 nach Buffalo zu den Sabres. Auch dort war er einer der Führungsspieler, doch der sportliche Erfolg blieb aus . Er konnte statistisch zwar weiterhin überzeugen, doch auch er konnte den Absturz der "Säbel" in der Liga nicht verhindern. Im Sommer 2014 wechselte er nach Pittsburgh zu den Penguins . Dort ist er zwar nicht der "Leader" wie bei seinen vergangen Stationen, doch die Pinguine bieten ihm durch ihr mit Superstars gespicktes Team eine mehr als realistische Chance, seinen verpassten Triumph von 2011 doch noch nachzuholen.
Marcel Goc (31, Angreifer, St.Louis Blues):
Er debütierte mit bereits 16 Jahren in der höchsten deutschen Spielklasse und galt früh als Ausnahmetalent . Das erkannten auch die San Jose Sharks und zogen ihn 2001 bereits in der 1.Runde an Position 20. Dennoch musste er noch drei Jahre warten, ehe er im Jahr 2004 endlich sein Debüt für die Sharks gab. Ab diesem Zeitpunkt etablierte er sich als Stammspieler in der NHL , der seine Stärken beim Bullyspiel und in der Defensivarbeit hat. Die Blues sind die fünfte Station des Mittelstürmers , dem lange nachgesagt wurde, er habe sein Potential nie voll abrufen können. Goc ist jedoch ein stark unterschätzter Spieler, der für seine Teams enorm wichtige Aufgaben übernimmt und für jede Mannschaft eine erhebliche Verstärkung wäre.
Thomas Greiss (29, Torwart, Pittsburgh Penguins):
Der Eine oder Andere mag sich fragen, wieso ein Torhüter , der noch keine 100 Spiele in der NHL absolviert hat, zu den Etablierten gezählt werden darf. Nun, das liegt zum Einen daran, dass Greiss bereits seit 6 Jahren, mit einer halbjährigen Unterbrechung, in der NHL aktiv ist und in dieser Zeit stets mit guten Spielen und Statistiken aufhorchen ließ. Der gebürtige Füssener hat sich den Status eines überdurchschnittlichen Back-Up-Torhüters erarbeitet, der in einer langen Saison in erster Linie den Stammgoalie seines Teams entlasten soll.
Leider hat er bis heute nie wirklich die Chance erhalten , sich als Nummer Eins zu beweisen, weder bei seiner ersten Station in San Jose, noch später in Phoenix oder nun Pittsburgh. Zu seiner Verteidigung muss man sagen, dass die Torhüter der genannten Teams zu den besten ihrer Zunft gehören. Mit 29 Jahren ist Greiss im besten Torhüteralter und er wäre nicht der Erste, dem in fortgeschrittenem Alter der Durchbruch in der NHL gelingen würde.
Der erweiterte Kreis
Tobias Rieder (22, Angreifer, Arizona Coyotes):
Er ist der deutsche Senkrechtstarter in der NHL. Der Landshuter, der bereits 2011 gedraftet wurde und seitdem in kanadischen Junioren- und Farmteams spielte, startete in dieser Saison so richtig durch. Kurz nach Saisonbeginn bekam er seine Chance in der NHL und er nutzte sie. Acht Tore und sechs Vorlagen in 41 Spielen (Stand Anfang Februar 2015) wirken auf den ersten Blick vielleicht noch nicht überragend, doch als Rookie in einem unterdurchschnittlichen Team ist Rieder einer der wenigen Lichtblicke. Wenn man bedenkt, dass der Flügelstürmer zudem erst 22 Jahre alt ist, kann man sich in etwa vorstellen, welches Potential noch in ihm schlummert.
Korbinian Holzer (26, Verteidiger, Toronto Maple Leafs):
Es dauerte lange, bis er seine Chance in der NHL bekam. Doch nun scheint er auf dem besten Weg zu sein, sich in der Liga festzubeißen. Bereits 2010 durfte er zweimal für die Kultfranchise aus Ontario aufs Eis, doch es dauerte bis zum Jahr 2013 bis er regelmäßiger zum Einsatz kam , insgesamt 22 mal. Doch in dieser Saison eroberte er sich einen Stammplatz bei den Ahornblättern, die die Stärken des Düsseldorfers, das körperbetonte Verteidigen, erkannt haben und zu schätzen wissen. Ein Spieler mit seinen körperlichen Voraussetzungen ( 95 Kilogramm auf 1,90 m) wird sich mit dem nötigen Ehrgeiz und harter Arbeit auf Dauer in der NHL durchsetzen können . Korbinian Holzer scheint auf dem richtigen Weg zu sein.
Leon Draisaitl (19, Angreifer , Edmonton Oilers):
Das größte Talent im deutschen Eishockey. Nicht nur momentan, sondern möglicherweise auch für lange Zeit. Daran ändert auch seine Rückstufung in eine Juniorenliga durch die Oilers nichts. In einem Team , dass es seit Jahren nicht fertig bringt, aus einer riesigen Auswahl an Toptalenten eine vernünftige, konkurrenzfähige Mannschaft zu formen, hatte Draisaitl von Beginn an einen schweren Stand. Der höchste deutsche Pick in einem NHL Draft ( 1.Runde, 3.Pick, 2014) dominierte vor seiner Profikarriere in den Juniorenligen nach Belieben, doch nachdem er die von ihm erwarteten Wunderdinge nicht vollbringen konnte, schickten ihn die Oilers zurück zu den Junioren.
Doch Draisail wird das gut tun, er wird zurück kommen und sich auch langfristig in der NHL durchsetzen können.
Rob Zepp (33, Torhüter, Philadelphia Flyers):
Von einer "Cinderella Story" zu sprechen , wie es die Amerikaner gerne tun, ist vielleicht etwas übertrieben. Doch wenn ein 33-jähriger Torhüter, der vorher nie auf dem Radar eines NHL-Teams
auftauchte, plötzlich einen gestanden Torhüter als Nummer Zwei verdrängt und die etatmäßige Nummer Eins in sechs Einsätzen ersetzt, dann ist das mehr als beeindruckend. Zepp , ein gebürtiger Kanadier, der in den letzten Jahren bei den Eisbären Berlin und in der deutschen Nationalmannschaft mit guten Leistungen auf sich aufmerksam machte, nutzte seine wahrscheinlich einzige und letzte Chance auf Einsätze in der besten Liga der Welt. Auch wenn er erstmal wieder im Farmteam der Flyers zum Einsatz kommt, sind wir uns sicher, dass noch ein paar Einsätze dazu kommen werden.
David Wolf (25, Angreifer, Calgary Flames ):
Gut, David Wolf hat erst ein Spiel in der NHL bestritten und kommt hauptsächlich im Farmteam der Flames zum Einsatz. Doch dass das Team aus Alberta ihm trotz durchwachsener Statistiken in der Minor League einen Einsatz in der NHL verschaffte, zeigt sein vorhandenes Potential. Ein wuchtiger, köperbetont spielender Stürmer, den man noch nicht abschreiben sollte.
Philipp Grubauer ( 23, Torhüter, Washington Capitals):
Letzte Saison schlug sein große Stunde. Wie aus dem Nichts hatten die Capitals aufgrund von Verletzungen ein großes Problem auf der Torhüter. Sie vertrauten dem jungen Deutschen aus Rosenheim und er dankte es mit unglaublichen Leistungen. In insgesamt 17 Spielen kam der Nationalspieler zum Einsatz und beeindruckte mit der Abgeklärtheit und Ruhe eines Routiniers. Auch wenn er diese Saison wohl nur im Farmteam spielen wird : Es ist nicht üblich, sich als europäischer Torhüter in diesem jungen Alter bereits in der NHL durchzusetzen, doch Grubauer wird seinen Weg in die Liga finden, da sind wir uns ganz sicher. Gemeinsam mit Draisaitl und Rieder bildet er die Zukunft des deutschen Eishockeys.
Die Talente
Mit Konrad Abeltshauser (22, Verteidiger) und Tom Kühnhackl (23, Angreifer) stehen zudem zwei weitere Talente unmittelbar vor dem Sprung in die beste Liga der Welt .
Beide machen aus der American Hockey League, dem Unterbau der NHL, mit guten Leistungen auf sich aufmerksam und üben langsam aber sicher Druck auf die etablierten Spieler in ihren NHL-Clubs aus.
Doch auch Deutschland stellt mittlerweile ein beachtliches Kontingent an begabten Eishockey-Exporten. Doch wer sind die Nachfolger von Legenden wie Uwe Krupp, Olaf Kölzig oder Jochen Hecht? Sports Network stellt sie euch vor und blickt dabei auch schon einmal ein paar Jahre voraus!
Die Etablierten
Dennis Seidenberg (33, Verteidiger , Boston Bruins):
Er gehört auf seiner Position zweifelsohne zu dem Besten, was die NHL zu bieten hat.
Im Jahr 2001 erst in der 6.Runde von den Philadelphia Flyers gedraftet, begann seine Karriere im Jahre 2002 beim Team aus Pennsylvania. Nach 4 Jahren in der Stadt der brüderlichen Liebe führte ihn sein Weg über Phoenix, Carolina und die Florida Panthers schliesslich 2010 nach Boston. Dort entwickelte er sich zu einem der besten Defensiv-Verteidiger der Liga. 2011 gewann er auf dem Höhepunkt seiner Karriere mit den Bruins den Stanley Cup, als erst zweiter deutscher Spieler nach Uwe Krupp. Seidenberg ist kein spektakulärer Spieler, doch er leistet defensiv unglaubliche Arbeit vor dem eigenen Tor und ist für jeden Angreifer der Liga ein unangenehmer Gegenspieler.
Christian Ehrhoff (32, Verteidiger, Pittsburgh Penguins) :
Er war 2011 mit den Vancouver Canucks Gegner der Boston Bruins im Stanley Cup Finale, welches jedoch bekanntermaßen verloren ging. 2003 begann seine NHL-Karriere bei den San Jose Sharks, wo er ab 2006 zum absoluten Leistungsträger avancierte. Nach 2 Jahren in Vancouver, wo er sich zu einem Superstar in der Liga entwickelte, wechselte er 2011 nach Buffalo zu den Sabres. Auch dort war er einer der Führungsspieler, doch der sportliche Erfolg blieb aus . Er konnte statistisch zwar weiterhin überzeugen, doch auch er konnte den Absturz der "Säbel" in der Liga nicht verhindern. Im Sommer 2014 wechselte er nach Pittsburgh zu den Penguins . Dort ist er zwar nicht der "Leader" wie bei seinen vergangen Stationen, doch die Pinguine bieten ihm durch ihr mit Superstars gespicktes Team eine mehr als realistische Chance, seinen verpassten Triumph von 2011 doch noch nachzuholen.
Marcel Goc (31, Angreifer, St.Louis Blues):
Er debütierte mit bereits 16 Jahren in der höchsten deutschen Spielklasse und galt früh als Ausnahmetalent . Das erkannten auch die San Jose Sharks und zogen ihn 2001 bereits in der 1.Runde an Position 20. Dennoch musste er noch drei Jahre warten, ehe er im Jahr 2004 endlich sein Debüt für die Sharks gab. Ab diesem Zeitpunkt etablierte er sich als Stammspieler in der NHL , der seine Stärken beim Bullyspiel und in der Defensivarbeit hat. Die Blues sind die fünfte Station des Mittelstürmers , dem lange nachgesagt wurde, er habe sein Potential nie voll abrufen können. Goc ist jedoch ein stark unterschätzter Spieler, der für seine Teams enorm wichtige Aufgaben übernimmt und für jede Mannschaft eine erhebliche Verstärkung wäre.
Thomas Greiss (29, Torwart, Pittsburgh Penguins):
Der Eine oder Andere mag sich fragen, wieso ein Torhüter , der noch keine 100 Spiele in der NHL absolviert hat, zu den Etablierten gezählt werden darf. Nun, das liegt zum Einen daran, dass Greiss bereits seit 6 Jahren, mit einer halbjährigen Unterbrechung, in der NHL aktiv ist und in dieser Zeit stets mit guten Spielen und Statistiken aufhorchen ließ. Der gebürtige Füssener hat sich den Status eines überdurchschnittlichen Back-Up-Torhüters erarbeitet, der in einer langen Saison in erster Linie den Stammgoalie seines Teams entlasten soll.
Leider hat er bis heute nie wirklich die Chance erhalten , sich als Nummer Eins zu beweisen, weder bei seiner ersten Station in San Jose, noch später in Phoenix oder nun Pittsburgh. Zu seiner Verteidigung muss man sagen, dass die Torhüter der genannten Teams zu den besten ihrer Zunft gehören. Mit 29 Jahren ist Greiss im besten Torhüteralter und er wäre nicht der Erste, dem in fortgeschrittenem Alter der Durchbruch in der NHL gelingen würde.
Der erweiterte Kreis
Tobias Rieder (22, Angreifer, Arizona Coyotes):
Er ist der deutsche Senkrechtstarter in der NHL. Der Landshuter, der bereits 2011 gedraftet wurde und seitdem in kanadischen Junioren- und Farmteams spielte, startete in dieser Saison so richtig durch. Kurz nach Saisonbeginn bekam er seine Chance in der NHL und er nutzte sie. Acht Tore und sechs Vorlagen in 41 Spielen (Stand Anfang Februar 2015) wirken auf den ersten Blick vielleicht noch nicht überragend, doch als Rookie in einem unterdurchschnittlichen Team ist Rieder einer der wenigen Lichtblicke. Wenn man bedenkt, dass der Flügelstürmer zudem erst 22 Jahre alt ist, kann man sich in etwa vorstellen, welches Potential noch in ihm schlummert.
Korbinian Holzer (26, Verteidiger, Toronto Maple Leafs):
Es dauerte lange, bis er seine Chance in der NHL bekam. Doch nun scheint er auf dem besten Weg zu sein, sich in der Liga festzubeißen. Bereits 2010 durfte er zweimal für die Kultfranchise aus Ontario aufs Eis, doch es dauerte bis zum Jahr 2013 bis er regelmäßiger zum Einsatz kam , insgesamt 22 mal. Doch in dieser Saison eroberte er sich einen Stammplatz bei den Ahornblättern, die die Stärken des Düsseldorfers, das körperbetonte Verteidigen, erkannt haben und zu schätzen wissen. Ein Spieler mit seinen körperlichen Voraussetzungen ( 95 Kilogramm auf 1,90 m) wird sich mit dem nötigen Ehrgeiz und harter Arbeit auf Dauer in der NHL durchsetzen können . Korbinian Holzer scheint auf dem richtigen Weg zu sein.
Leon Draisaitl (19, Angreifer , Edmonton Oilers):
Das größte Talent im deutschen Eishockey. Nicht nur momentan, sondern möglicherweise auch für lange Zeit. Daran ändert auch seine Rückstufung in eine Juniorenliga durch die Oilers nichts. In einem Team , dass es seit Jahren nicht fertig bringt, aus einer riesigen Auswahl an Toptalenten eine vernünftige, konkurrenzfähige Mannschaft zu formen, hatte Draisaitl von Beginn an einen schweren Stand. Der höchste deutsche Pick in einem NHL Draft ( 1.Runde, 3.Pick, 2014) dominierte vor seiner Profikarriere in den Juniorenligen nach Belieben, doch nachdem er die von ihm erwarteten Wunderdinge nicht vollbringen konnte, schickten ihn die Oilers zurück zu den Junioren.
Doch Draisail wird das gut tun, er wird zurück kommen und sich auch langfristig in der NHL durchsetzen können.
Rob Zepp (33, Torhüter, Philadelphia Flyers):
Von einer "Cinderella Story" zu sprechen , wie es die Amerikaner gerne tun, ist vielleicht etwas übertrieben. Doch wenn ein 33-jähriger Torhüter, der vorher nie auf dem Radar eines NHL-Teams
auftauchte, plötzlich einen gestanden Torhüter als Nummer Zwei verdrängt und die etatmäßige Nummer Eins in sechs Einsätzen ersetzt, dann ist das mehr als beeindruckend. Zepp , ein gebürtiger Kanadier, der in den letzten Jahren bei den Eisbären Berlin und in der deutschen Nationalmannschaft mit guten Leistungen auf sich aufmerksam machte, nutzte seine wahrscheinlich einzige und letzte Chance auf Einsätze in der besten Liga der Welt. Auch wenn er erstmal wieder im Farmteam der Flyers zum Einsatz kommt, sind wir uns sicher, dass noch ein paar Einsätze dazu kommen werden.
David Wolf (25, Angreifer, Calgary Flames ):
Gut, David Wolf hat erst ein Spiel in der NHL bestritten und kommt hauptsächlich im Farmteam der Flames zum Einsatz. Doch dass das Team aus Alberta ihm trotz durchwachsener Statistiken in der Minor League einen Einsatz in der NHL verschaffte, zeigt sein vorhandenes Potential. Ein wuchtiger, köperbetont spielender Stürmer, den man noch nicht abschreiben sollte.
Philipp Grubauer ( 23, Torhüter, Washington Capitals):
Letzte Saison schlug sein große Stunde. Wie aus dem Nichts hatten die Capitals aufgrund von Verletzungen ein großes Problem auf der Torhüter. Sie vertrauten dem jungen Deutschen aus Rosenheim und er dankte es mit unglaublichen Leistungen. In insgesamt 17 Spielen kam der Nationalspieler zum Einsatz und beeindruckte mit der Abgeklärtheit und Ruhe eines Routiniers. Auch wenn er diese Saison wohl nur im Farmteam spielen wird : Es ist nicht üblich, sich als europäischer Torhüter in diesem jungen Alter bereits in der NHL durchzusetzen, doch Grubauer wird seinen Weg in die Liga finden, da sind wir uns ganz sicher. Gemeinsam mit Draisaitl und Rieder bildet er die Zukunft des deutschen Eishockeys.
Die Talente
Mit Konrad Abeltshauser (22, Verteidiger) und Tom Kühnhackl (23, Angreifer) stehen zudem zwei weitere Talente unmittelbar vor dem Sprung in die beste Liga der Welt .
Beide machen aus der American Hockey League, dem Unterbau der NHL, mit guten Leistungen auf sich aufmerksam und üben langsam aber sicher Druck auf die etablierten Spieler in ihren NHL-Clubs aus.
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