Mittwoch, 26. August 2015
Barry Sanders - Ein Star wider Willen
sports network, 15:25h
Als William Sanders am 8.August 2004 in Canton, Ohio das Podium betritt, erklärt er folgende Worte: " Ich möchte zu allererst den besten Runningback aller Zeiten begrüßen - Mr. Jim Brown!". Diese Ansicht mögen viele Fans mit ihm teilen, doch an diesem Tag geht es nicht um die Aufnahme von Jim Brown in die Football Hall of Fame, sondern um die von Williams Sohn - Barry Sanders.
"Mein Vater war immer mein größter Kritiker, aber gleichzeitig auch mein größter Unterstützer", sagte Barry Sanders einige Jahre nach seinem Karriereende einmal zu Journalisten, "ohne ihn wäre ich niemals so weit gekommen, er hat mir beigebracht wie wichtig harte Arbeit ist". Die Geschichte des kleinen Barry verschlägt uns nach Wichita, im US-Bundesstaat Kansas, wo er als eines von elf Kindern aufwächst. Football ist bereits als Kind seine große Leidenschaft, an der Wichita North High School wurde er erst in seinem Senior Year zum Starting Runningback. Doch seine 1417 Rushing Yards in den letzten sieben Spielen der Saison brachten ihm eine All-American (sozusagen das All-Star Team der Highschool-Footballer der USA) Nominierung ein. Dennoch war das Interesse der namhaften Colleges gering und Sanders musste letztendlich zwischen der University of Tulsa und der Oklahoma State University wählen. Gegen den Willen seines Vaters, der Anhänger der rivalisierenden University of Oklahoma war, entschied sich Barry für die OSU und das obwohl dort mit Thurman Thomas bereits ein zukünftiger Hall of Famer im Roster stand. So kam der junge Sanders in seinen ersten beiden Jahren am College zu keinem einzigen Einsatz als Starter, sorgte aber als Returnspezialist für Furore. Doch sein Junior Year 1988 war der ganz große Durchbruch, Thomas war gerade zu den Profis gewechselt und Barry Sanders nutzte seine Chance. Er erzielte 2628 Rushing Yards, ein bis heute ungebrochener Rekord und erhielt zurecht die Heisman Trophy für den besten College-Athleten des Jahres. Doch der Junge aus Wichita machte sich nichts aus persönlichen Auszeichnungen, der Teamerfolg stand für ihn stets im Vordergrund.
Trotzdem führte ihn seit Weg als Nr.3 Pick im 1989er Draft zu den Detroit Lions in die NFL. Was folgte, war eine der beeindruckendsten Karrieren aller Zeiten. Zehn Jahre spielte Sanders in der NFL, ausschließlich für die Lions, wurde dabei zehnmal in den Pro Bowl gewählt und wurde im Jahre 1997 MVP. In jedem seiner zehn Profijahre lief er mindestens 1100 Yards , in seiner MVP-Saison waren es sogar 2053. Auch seine Konkurrenz zu Emmitt Smith, dem Runningback der Dallas Cowboys, prägte seine Karriere. Doch was ausblieb, war der Erfolg in den Playoffs. Nur ein einziges Playoff-Spiel konnten die Lions zu seiner Zeit gewinnen und so entschied sich Barry Sanders am 27. Juli 1999, im Alter von gerade einmal 30 Jahren, seine Karriere zu beenden. Doch nicht mit großem Tam-Tam, großem Aufsehen und vielen Kameras, sondern ganz im Stile Barry Sanders' - in der Zeitung seiner Heimatstadt, dem Wichita Eagle. "Mein Wille, aufhören zu wollen ist größer als mein Wille, weitermachen zu wollen", so die einfache Erklärung. "Ich sehe keine Chance, in den kommenden Jahren noch einen Titel holen zu können und ich kann mir nicht vorstellen, für ein anderes Team als die Detroit Lions zu spielen. Daher erkläre ich hiermit meinen Rücktritt aus der NFL". Die Entscheidung überraschte trotzdem Vielen, da Sanders zu diesem Zeitpunkt nur noch 1400 Yards gebraucht hätte, um den bis heute anhaltenden Rushing-Rekord von Walter Payton zu brechen. Doch so war es bereits an der Highschool und später am College und in der NFL: Persönliche Rekorde und Auszeichnungen waren nicht das Entscheidende , es ging um den Teamerfolg.
Barry Sanders , ein Vorbild für Viele - sportlich wie menschlich!

"Mein Vater war immer mein größter Kritiker, aber gleichzeitig auch mein größter Unterstützer", sagte Barry Sanders einige Jahre nach seinem Karriereende einmal zu Journalisten, "ohne ihn wäre ich niemals so weit gekommen, er hat mir beigebracht wie wichtig harte Arbeit ist". Die Geschichte des kleinen Barry verschlägt uns nach Wichita, im US-Bundesstaat Kansas, wo er als eines von elf Kindern aufwächst. Football ist bereits als Kind seine große Leidenschaft, an der Wichita North High School wurde er erst in seinem Senior Year zum Starting Runningback. Doch seine 1417 Rushing Yards in den letzten sieben Spielen der Saison brachten ihm eine All-American (sozusagen das All-Star Team der Highschool-Footballer der USA) Nominierung ein. Dennoch war das Interesse der namhaften Colleges gering und Sanders musste letztendlich zwischen der University of Tulsa und der Oklahoma State University wählen. Gegen den Willen seines Vaters, der Anhänger der rivalisierenden University of Oklahoma war, entschied sich Barry für die OSU und das obwohl dort mit Thurman Thomas bereits ein zukünftiger Hall of Famer im Roster stand. So kam der junge Sanders in seinen ersten beiden Jahren am College zu keinem einzigen Einsatz als Starter, sorgte aber als Returnspezialist für Furore. Doch sein Junior Year 1988 war der ganz große Durchbruch, Thomas war gerade zu den Profis gewechselt und Barry Sanders nutzte seine Chance. Er erzielte 2628 Rushing Yards, ein bis heute ungebrochener Rekord und erhielt zurecht die Heisman Trophy für den besten College-Athleten des Jahres. Doch der Junge aus Wichita machte sich nichts aus persönlichen Auszeichnungen, der Teamerfolg stand für ihn stets im Vordergrund.
Trotzdem führte ihn seit Weg als Nr.3 Pick im 1989er Draft zu den Detroit Lions in die NFL. Was folgte, war eine der beeindruckendsten Karrieren aller Zeiten. Zehn Jahre spielte Sanders in der NFL, ausschließlich für die Lions, wurde dabei zehnmal in den Pro Bowl gewählt und wurde im Jahre 1997 MVP. In jedem seiner zehn Profijahre lief er mindestens 1100 Yards , in seiner MVP-Saison waren es sogar 2053. Auch seine Konkurrenz zu Emmitt Smith, dem Runningback der Dallas Cowboys, prägte seine Karriere. Doch was ausblieb, war der Erfolg in den Playoffs. Nur ein einziges Playoff-Spiel konnten die Lions zu seiner Zeit gewinnen und so entschied sich Barry Sanders am 27. Juli 1999, im Alter von gerade einmal 30 Jahren, seine Karriere zu beenden. Doch nicht mit großem Tam-Tam, großem Aufsehen und vielen Kameras, sondern ganz im Stile Barry Sanders' - in der Zeitung seiner Heimatstadt, dem Wichita Eagle. "Mein Wille, aufhören zu wollen ist größer als mein Wille, weitermachen zu wollen", so die einfache Erklärung. "Ich sehe keine Chance, in den kommenden Jahren noch einen Titel holen zu können und ich kann mir nicht vorstellen, für ein anderes Team als die Detroit Lions zu spielen. Daher erkläre ich hiermit meinen Rücktritt aus der NFL". Die Entscheidung überraschte trotzdem Vielen, da Sanders zu diesem Zeitpunkt nur noch 1400 Yards gebraucht hätte, um den bis heute anhaltenden Rushing-Rekord von Walter Payton zu brechen. Doch so war es bereits an der Highschool und später am College und in der NFL: Persönliche Rekorde und Auszeichnungen waren nicht das Entscheidende , es ging um den Teamerfolg.
Barry Sanders , ein Vorbild für Viele - sportlich wie menschlich!

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