Dienstag, 11. August 2015
Legenden des US-Sports: Dominik Hasek
Dass der US-Sport viele Legenden hervorbringt, ist jetzt keine Neuigkeit, die einen sofort vom Stuhl fallen lässt. Doch nicht alle dieser Urgesteine kommen vom nordamerikanischen Kontinent. Gerade in der NHL gab es in den letzten Jahrzehnten einige Europäer, die in einem Atemzug mit den ganz Großen des Sports zu nennen sind. Heute wollen wir euch einen Mann vorstellen, der als einer der besten Torhüter aller Zeiten gilt - Dominik Hasek!

Am 29.Januar 1965 wurde der "Dominator" wie er später genannt wurde, in Pardubice in der damaligen Tschechoslowakei geboren. In seinem Heimatland war und ist Eishockey bis heute Nationalsport und so fand auch der kleine Dominik den Weg aufs Eis. Bereits mit 16 Jahren spielte er bei den Profis vom tschechischen Spitzenclub HC Pardubice und sein Talent war dabei unverkennbar. Sein Vorbild war dabei der "Hexer" Karel Lang, der elf Jahre in Deutschland bei den Krefeld Pinguinen in der DEL spielte. Mit 18 Jahren schien sein Traum in Erfüllung zu gehen, als ihn die Chicago Blackhawks im NHL-Draft in der zehnten Runde an 199.Stelle auswählten. Für einen Torhüter aus Europa, die damals noch eine echte Rarität in der NHL waren, war es eine Ehre, überhaupt gedraftet zu werden. Doch genau aus diesem Grund musste sich der gerade volljährige Hasek seine Sporen zunächst auch weiter in Europa verdienen- und das mit Erfolg. Mit Tesla Pardubice gewann er zwei Meisterschaften in der Tschechoslowakei , zwischen 1983 und 1990 holte er zudem mit der Nationalmannschaft bei Weltmeisterschaften zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen. 1987, '89 und '90 wurde er dabei zum besten Torhüter der WM gewählt. Im Jahr des Zerfalls der CSR 1990 folgte dann auch endlich sein Wechsel nach Nordamerika. Doch trotz seiner überragenden Leistungen in Europa konnte er sich in der Windy City nicht gegen seine kanadischen Konkurrenten durchsetzen und so folgte 1992 der Wechsel zu den Buffalo Sabres. Dort sollte sich Hasek endgültig auch in Übersee zum absoluten Superstar entwickeln. 1994 konnte er zum ersten Mal die Vezina Trophy als bester Torhüter der NHL einsacken und war fortan auch unumstrittene Nummer Eins bei den Sabres. Nur in den Playoffs war im ein ganz großer Erfolg zunächst verwehrt. Das Jahr 1998 bezeichnete Hasek selbst einige Jahre später als das "großartigste Jahr seiner Karriere! Der Tscheche gewann zum dritten Mal nach '94 und '97 die Vezina Trophy, zudem wurde er als erster Goalie zum zweiten Mal nacheinander zum MVP der Regular Season gewählt. Doch den größten, weil überraschendsten Erfolg feierte er mit der tschechischen Nationalmannschaft, als man bei den Olympischen Winterspielen in Nagano die Goldmedaille gewinnen konnte. Hasek spielte ein überragendes Turnier und galt zum damaligen Zeitpunkt als bester Torhüter der Welt. Im Jahr 2001 folgte nach sportlicher Misere der Wechsel zu den Detroit Red Wings, mit denen er nur ein Jahr später, im stolzen Alter von 37 Jahren, endlich seinen ersten Stanley Cup gewinnen konnte. 2004 erklärte er seinen Rücktritt vom aktiven Sport, nur um ein Jahr später ganz im Stile von Michael Jordan den Rücktritt vom Rücktritt zu verkünden. Nach einem Jahr bei den Ottawa Senators kehrte er noch einmal für zwei Spielzeiten zu den Detroit Red Wings zurück, mit denen er 2008 noch einmal mit 43(!) Jahren den Stanley Cup holen durfte. Danach war zwar Schluss in der NHL, doch erst 2011 beendete der Dominator nach einer Saison bei Spartak Moskau seine aktive Karriere endgültig - im rentenreifen Alter von 46!

Heute, im Alter von 50 Jahren, lässt es Dominik Hasek etwas ruhiger angehen, seine Leistungen und vorallem seine legendäre "Hasek-Rolle" (schaut's euch bei youtube an!) werden für immer unvergessen bleiben. 2014 wurde er völlig zurecht in die Hockey Hall of Fame aufgenommen!

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Donnerstag, 6. August 2015
NFL-Elite : Tight Ends
NFL-Elite: Tight Ends
Teil IV unserer Serie "NFL-Elite". Blocken, Laufen, Fangen , es gibt nichts, was sie nicht können - daher wollen wir heute einen Blick auf die Allzweckwaffen der Offense werfen - die Tight Ends!


Rob Gronkowski (New England Patriots):

Neben Tom Brady ist "Gronk" die Lebensversicherung der Patriots in der Offensive. Der 26(!)-Jährige ist trotz seines noch jungen Alters bereits ein echter Star in der NFL. Auch seine enorme physische Stärke hindert ihn nicht daran, nach einem Catch eine wahnsinnige Geschwindigkeit aufzunehmen, was durch einen gegnerischen Defender alleine nicht zu verteidigen ist. Gronkowski wird nach dem Karriereende Tom Bradys, welches wohl in den nächsten ein bis zwei Jahren eintreten wird, der neue Go-to-Guy und das neue Gesicht der Patriots werden. Dass er diese Rollen annehmen und umsetzen kann, das zeigen seine Statistiken aus den vergangenen Jahren. Sollte er zudem von Verletzungen verschont bleiben, könnte er der erste Tight End werden, der realistische Chancen auf den MVP Award hat.

Statistiken 2014:
15 Spiele, 82 Receptions, 1124 Yards, 12 Touchdowns


Jimmy Graham (Seattle Seahawks):

Sein Trade von den New Orleans Saints in die Emerald City war einer der Blockbuster-Trades in diesem Sommer. Graham soll der sonst so laufspielbasierten Offense der Seahawks zusätzliche Möglichkeiten schaffen und stellt mehr als nur eine Receiving-Option für Quarterback Russell Wilson dar. Der dreimalige Pro Bowler ist wie Rob Gronkowski ein sehr beweglicher Tight End, der nur schwer von einem Defender zu stoppen ist. Bei den Saints war er in den vergangenen Jahren stets die erste Anspielstation für den dortigen Spielmacher Drew Brees. Auch wenn in Seattle viel Blocking-Arbeit auf ihn zukommen wird und damit einhergehend eine Umstellung seines Spiels, eine Bereicherung und echte Waffe für das Spiel der Hawks ist er in jedem Fall.

Statistiken 2014:
16 Spiele, 85 Receptions, 889 Yards, 10 Touchdowns


Travis Kelce (Kansas City Chiefs):

Klar, Travis Kelce geht erst in seine dritte NFL-Saison und ja, er war auch erst in der vergangenen Saison so richtig Stammspieler in Kansas City. Doch seine Statistiken und sein erst junges Alter (25) lassen erahnen, welches Potential in dem Kraftpaket aus Ohio steckt. Zudem spielt er in einem Team, das in der vergangenen Saison keinen einzigen Touchdown durch einen Wide Receiver erzielen konnte und er somit noch mehr gefordert war. Natürlich soll durch die Verpflichtung von Receiver Jeremy Maclin das Problem bei den Passempfängern gelöst werden, aber Travis Kelce wird auch weiterhin eine tragende Rolle in der Offense der Chiefs spielen. Gemeinsam mit Runningback Jamaal Charles und Quarterback Alex Smith wird er das entscheidende Tandem im System von Coach Andy Reid spielen.

Statistiken 2014:
16 Spiele, 67 Receptions, 862 Yards, 5 Touchdowns


Jason Witten (Dallas Cowboys):

In einem Team, in dem in den vergangenen Jahren Tony Romo, Dez Bryant und DeMarco Murray die Hauptrolle in der Offense spielten, ist Jason Witten ein Spieler, der häufig unter dem Radar der Zuschauer fliegt. Dabei ist das Spiel des 33-Jährigen enorm wichtig für die Cowboys. Er leistet zusätzliche Arbeit in der Offensive Line, dient als Abspielstation und wird sogar immer wieder in der Defense der Texaner eingesetzt. Der zehnfache Pro Bowler geht in seine 13 Saison mit den Cowboys und wird nach dem Abgang von DeMarco Murray wieder ein größere Rolle in der Offense einnehmen müssen. Auch wenn seine Statistiken in den vergangenen Jahren kontinuierlich abnahmen, für sein Alter und seine enorme Erfahrung gehört Jason Witten immer noch zu den besten Tigth Ends der NFL.

Statistiken 2014:
16 Spiele, 64 Receptions, 703 Yards, 5 Touchdowns


Greg Olsen (Carolina Panthers):

Er ist der "Liebling" seines Quarterbacks Cam Newton. Olsen wird von seinem Spielmacher stets als erste Option gesucht, nur Jimmy Graham hatte in der vergangenen Saison mehr Receptions unter den Tight Ends als Greg Olsen. Der 30-Jährige, der die ersten vier Jahre bei den Chicago Bears verbrachte und nun in seine fünfte Saison mit den Panthers geht, liefert seit seinem Wechsel nach Carolina Jahr für Jahr konstante Statistiken ab. Auf ihn und Newton wird es auch in der neuen Saison ankommen, wenn es darum geht, die Offense der Panthers in Schwung zu bringen. Seine Leistungen in der vergangenen Spielzeit brachten ihm seine erste Pro Bowl Nominierung ein, darauf möchte der 1,96m Hüne jetzt natürlich aufbauen.

Statistiken 2014:
16 Spiele, 84 Receptions, 1008 Yards, 6 Touchdowns


Weitere nennenswerte Tight Ends:

Julius Thomas (Jacksonville Jaguars)
Charles Clay (Miami Dolphins)

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Donnerstag, 30. Juli 2015
NFL-Splitter: Ein freudige Rückkehr und eine große Ansage
Einiges war los diese Woche in der National Football League. Wir haben das Wichtigste für euch in aller Kürze zusammengefasst:

+++ Brady-Sperre bleibt bestehen +++

Die Sperre von Patriots-Quarterback Tom Brady bleibt bestehen. Das gab NFL-Commissioner Roger Goodell am Dienstag bekannt. Zwar konnte Brady immernoch keine hunderprozentige Verwicklung in den "Deflategate-Skandal" nachgewiesen werden, Fakt ist jedoch, dass der viermalige Super Bowl Champion kurz vor der Anhörung durch die NFL sein Handy zerstörte, die Liga brachte das in Zusammenhang mit der Affäre. So bleibt die Vier-Spiele-Suspendierung aufrecht erhalten.


+++ Saints entlassen Galette +++

Die New Orleans Saints haben Linebacker Junior Galette entlassen. Der 27-Jährige wurde am Wochenende von seinem Team entlassen, nachdem er in mehrere Schlägereien verwickelt gewesen sein soll und dadurch auch juristische Konsequenzen, sprich eine Sperre durch die NFL, zu befürchten hat. Der Lienbacker verbuchte in der vergangenen Saison beeindruckende 10 Sacks und soll sich bereits mit den Washington Redskins bzgl. eines neuen Vertrages getroffen haben.


+++ Eric Berry geheilt +++

Safety Eric Berry von den Kansas City Chiefs, hat sich von seiner schweren Krankheit erholt. Der 27-Jährige dreimalige Pro Bowler , bei dem im November 2014 ein bösartiger Tumor im Lymphsystem diagnostiziert wurde, stand am gestrigen Mittwoch zum ersten Mal wieder mit seinem Team auf dem Trainingsplatz. "Es war ein harter Kampf für mich, jeden Tag! Aber nun freue mich, wieder auf das Feld zurückzukommen", so Berry in einem Interview.


+++ Peterson kündigt Rekordsaison an +++

Das ist mal eine Ansage: Adrian Peterson, seines Zeichens Runningback-Star der Minnesota Vikings und zuletzt ein Jahr wegen häuslicher Gewalt gesperrt, kündigt einen neuen Rushing-Yards-Rekord an. "Ich will mindestens 2500 Yards laufen", so Peterson gegenüber NFL Network. Den aktuellen Rekord hält Eric Dickerson (damals LA Rams) aus dem Jahr 1984 mit 2105 Yards. Na da sind wir ja mal gespannt! Wir freuen uns auf jeden Fall über die Rückkehr des MVPs von 2011!

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NFL-Elite : Wide Receiver
Teil Drei unserer Serie "NFL-Elite"! Heute kümmern wir uns um die besten Route Runner der Liga: Vorhang auf für die Wide Receiver!

Calvin Johnson (Detroit Lions):

DER dominante Wide Receiver der vergangenen Jahre. Auch wenn er in der letzten Saison verletzungsgeplagt nur 13 Spiele absolvieren konnte, "Megatron" gehört auf jeden Fall in diese Auflistung. Gemeinsam mit seinem Spielmacher Matthew Stafford ist er Teil eines explosiven Offensivduos, dass seit Jahren beeindruckende Zahlen auflegt. Nach seiner Super-Saison 2012, in der er einen Rekord in der NFL aufstellte (1964 Receiving Yards), baute er zwar in den vergangenen beiden Spielzeiten statistisch etwas ab, war aber wie bereits erwähnt von Verletzungen geplagt. Ein fitter Johnson, der die 100 Meter in überragenden 10,3 Sekunden(!) läuft, dürfte den Defensereihen der NFL-Teams gehörig Kopfzerbrechen bereiten.

Statistiken 2014:
13 Spiele, 71 Receptions, 1077 Yards, 8 Touchdowns


Jordy Nelson (Green Bay Packers):

Die Offense der Packers ist Ligaspitze. Doch das ist nicht alleine der Verdienst von Quarterback Aaron Rodgers. Der MVP der vergangenen Saison profitiert auch von einem kongenialen Partner auf der Receivingposition. Jordy Nelson, einer der wenigen weißen Spieler, der in dem von afro-amerikanischen Spielers dominierten Mannschaftsteil mit den Top-Leuten der Liga mithalten kann. Auch wenn der Stern des 30-Jährigen erst vor vier Jahren aufging, zählt er mittlerweile zu einer echten Bedrohung für gegnerische Abwehrreihen. Im vergangenen Jahr stellte er einen neuen Karrierebestwert bei den gefangenen Pässen und Receiving Yards auf und wer weiß, wie viel noch möglich gewesen wäre, hätten die Packers mit Randall Cobb einen nicht weniger talentierten Receiver an der Seite von Nelson.

Statistiken 2014:
16 Spiele, 98 Receptions, 1519 Yards, 13 Touchdowns


Antonio Brown (Pittsburgh Steelers):

Antonio Brown ist das, was man wohl die "eierlegende Wollmilchsau" nennen würde. Nicht nur, dass seine Statistiken bei den Catches überragend sind, er ist zudem der einzige Receiver, der in der vergangenen Regular Season einen Touchdownpass warf. Brown ist stets die erste Option für seinen Quarterback Ben Roethlisberger, doch wer nun denkt, der Gegner könne sich deshalb ja gut darauf einstellen , dem sei gesagt: Antonio Brown ist kaum zu stoppen. Der 27-Jährige vom College aus Central Michigan ist zwar gerade einmal knapp über 1,75 m, doch seinen enorme Geschwindigkeit, seine starke physische Präsenz und seine wieselflinken Bewegungen stellen jeden Gegner vor eine große Herausforderung. Auch wegen ihm ist mit den Steelers dieses Jahr zu rechnen.

Statistiken 2014:
16 Spiele, 129 Receptions, 1698 Yards, 13 Touchdowns


A.J. Green ( Cincinnati Bengals):

Bevor es zu Diskussionen kommt - ja, AJ Green ist einer der besten Receiver der NFL. Sein Spielweise ist mit der von Calvin Johnson vergleichbar. Ein Wide Receiver, der durch wenige Receptions viele Yards zurücklegen kann und dabei nicht durch immens viele Touchdowns auffällt, sondern stattdessen stets eine zuverlässige Bank in spielentscheidenden Situationen ist. Wäre er nicht so häufig verletzt (eine weitere Parallele zu Megatron), würde er nicht immer unter dem Radar der Experten fliegen. Ein wichtiger Aspekt ist sein junges Alter. Mit gerade einmal 26 Jahren geht Green in seine erst fünfte NFL-Saison, zudem wird er nach der kommenden Spielzeit Free Agent. Er will und muss also beweisen, dass er zur Elite der Receiver zu zählen ist, um Argumente für die Vertragsverhandlungen 2016 zu haben. Wir glauben daher: Es könnte das Jahr des Adriel Jeremiah Green werden.

Statistiken 2014:
13 Spiele, 69 Receptions, 1041 Yards, 6 Touchdowns


Dez Bryant (Dallas Cowboys):

Was für ein Hin und Her in dieser Offseason. Bleibt er ? Bleibt er nicht? Und was ist er wert ? Nun ist klar, Bryant wird auch in den kommenden fünf Jahren in Texas spielen und dabei 70 Millionen Dollar verdienen. Doch nun ist er in der Pflicht, diesen Betrag zu rechtfertigen. Mit Tony Romo verfügt er über einen Spielmacher, der ihn nach dem Abgang von Runningback DeMarco Murray nur so mit Pässen füttern dürfte. Der 26-Jährige bewies in den vergangenen drei Jahren allerdings beeindruckend, dass er es draufhat. Doch nun wird es das neue Aushängeschild der Cowboys sein, muss noch mehr Verantwortung in der Offense übernehmen und seine Statistiken der letzten Jahre bestätigen. Auch von ihm wird der Erfolg der Texaner abhängen.

Statistiken 2014:
16 Spiele, 88 Receptions, 1320 Yards, 16 Touchdowns


Die NFL hat so viele überdurchschnittliche Receiver zu bieten, da ist es wie kaum auf einer anderen Position schwer, fünf Kandidaten auszuwählen. Weitere bemerkenswerte Passempfänger sind:

Randall Cobb (Green Bay Packers)
Julian Edelman (New England Patriots)
Julio Jones (Atlanta Falcons)
Odell Beckham Jr. (New York Giants)
Demaryius Thomas (Denver Broncos)

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Mittwoch, 22. Juli 2015
NFL-Elite : Runningbacks
Teil Zwei unserer Reihe "NFL-Elite"! Heute blicken wir auf die besten Backfielder der Liga. Ring frei für die Runningbacks!

Marshawn Lynch (Seattle Seahawks):

"Sie hätten Lynch den Ball geben sollen", so der O-Ton nach dem verlorenen Super Bowl der Seahawks gegen die Patriots. "Beastmode" hätte wohl für einen anderen Ausgang des Spiels gesorgt. Der medienscheue Runningback ("I just came here, so I won't get fined") ist seit Jahren eine der gefährlichsten Waffen der Seahawks und kombiniert wie kaum ein Zweiter überragende Physis mit hoher Geschwindigkeit. Durch absolute Highlight-Läufe in kritischen Spielsituationen, wie beispielsweise im NFC Championship Game gegen Green Bay, stieg der ehemalige California Golden Bear in die Oberklasse der Runningbacks auf. Auch wenn er nach dem verlorenen Finale der vergangenen Saison etwas schmollte, in dieser Spielzeit dürfen wir uns mit großer Wahrscheinlichkeit wieder auf Explosionen à la Beastmode freuen.

Statistiken 2014:
1306 Rushing Yards (13 Touchdowns) , 367 Receiving Yards (4 Touchdowns)


DeMarco Murray (Philadelphia Eagles):

Der Senkrechtstarter der vergangenen Saison. Damals noch in Diensten der Dallas Cowboys, sicherte Murray häufig im Alleingang den Sieg der Texaner. Umso erstaunlicher , dass die Cowboys seinen auslaufenden Vertrag nach der Saison nicht verlängerten. Nun darf sich das Team aus Philly über einen Runningback freuen, der sich im besten Alter befindet (27) und im vergangenen Jahr Karrierebestwerte auflegte. Gerade die Eagles, deren Quarterbacksituation noch nicht ganz klar ist, könnten durch Murray die nötige Entlastung in der Offense bekommen. Ob der "Vegas Native" auch in diesem Jahr noch einmal ähnliche Zahlen auflegen kann, bleibt abzuwarten, einer der Top-Runningbacks ist er aber definitiv, das beweisen seine Leistungen aus der vergangenen Saison.

Statistiken 2014:
1845 Rushing Yards (13 Touchdowns), 416 Receiving Yards (kein Touchdown)


Le'Veon Bell (Pittsburgh Steelers):

23 Jahre ist Le'Veon Bell erst alt. Das macht seine Statistiken aus der vergangenen Saison noch viel beeindruckender. Der Youngster ist die große Zukunftshoffnung der Steelers, bei denen er mit Quarterback Ben Roethlisberger und Receiver Antonio Brown eines der gefährlichsten Offense-Trios der Liga bildet. Die kommende Spielzeit ist erst die dritte in der Karriere des Mannes aus Ohio, doch kann man ihn getrost zur Elite der Runningbacks zählen. Neben seiner Laufleistung legt Bell zudem Receiving-Stats auf, bei denen die meisten Wide Receiver vor Neid erblassen. Le'Veon Bell ist einer der kommenden Superstars der NFL und wird die Steelers auf lange Zeit zum Kandidaten auf einen Super Bowl Triumph machen.

Statistiken 2014:
1361 Rushing Yards (8 Touchdowns), 854 Receiving Yards (3 Touchdowns)


Jamaal Charles (Kansas City Chiefs):

Jamaal Charles ist einer der Top-Runningbacks der NFL. Leider fliegt der bei vielen Experten noch immer unter dem Radar. Ein Team wie die Chiefs, das letzte Saison keinen einzigen Touchdown durch einen Wide Receiver erzielen konnte, ist umso mehr auf die Qualitäten eines starken Runningbacks angewiesen. Der gebürtige Texaner befindet sich mit 28 Jahren auf dem Zenit seiner Karriere und wird wahrscheinlich auch in Zukunft nicht in einem Atemzug mit den ganz großen Backfieldern der Liga genannt werden, was Fluch und Segen zugleich sein könnte. Unserer Meinung sind es nicht immer die nackten Zahlen, die die Qualität eines Spielers verdeutlichen, sondern vielmehr die Bedeutung für sein Team. Und Charles dürfte das Kernelement in der Offense der Chiefs sein.

Statistiken 2014:
1033 Rushing Yards (9 Touchdowns), 291 Receiving Yards (5 Touchdowns)


LeSean McCoy (Buffalo Bills)

Eine ähnliche Story wie bei DeMarco Murray. Überragende Zahlen im vergangenen Jahr und trotzdem vom Hof gejagt. Das lag zum Einen an der Verpflichtung der Eagles von Murray, zum Anderen an McCoy selbst. Der 27-Jährige bekam sich immer wieder (wie viele andere Spieler auch) mit Coach Chip Kelly in die Haare und wurde in der Offseason nach Buffalo zu den Bills verschifft. Dort trifft er mit Rex Ryan auf einen Coach, der das Laufspiel sehr schätzt und von den Qualitäten des Mannes vom College aus Pittsburgh profitieren dürfte. Nach dem Abgang von C.J. Spiller soll McCoy dort nun die entstandene Lücke schließen, was ihm zweifelsohne gelingen sollte. Sein Wunsch , endlich einen Titel zu gewinnen, wird wohl auch in Buffalo erst einmal ein Traum bleiben, zum Playoff-Kandidaten macht seine Verpflichtung die Franchise aber allemal.

Statistiken 2014:
1319 Rushing Yards (5 Touchdowns), 155 Receiving Yards (kein Touchdown)


Wer sich nun vielleicht fragt, warum Adrian Peterson nicht in dieser Liste auftaucht: Sollte Peterson nur ansatzweise die Form von früher erreichen, wäre er selbstverständlich Teil dieser Liste. Doch nach einer einjährigen Sperre und mehrfachen Entgleisungen abseits des Feldes wollen wir erst einmal die kommende Saison abwarten. Wir trauen Peterson definitiv die ganz große Rückkehr zu!

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Montag, 20. Juli 2015
NFL-Elite : Quarterbacks
Es sind noch gut 7 Wochen bis zum Start der NFL. Trotzdem starten wir heute eine neue Serie für euch - "NFL Elite". Dabei stellen wir euch nach und nach unsere 5 Topspieler auf den verschiedenen Positionen vor. Starten wollen wir heute mit der Königsposition, den Quarterbacks.


Aaron Rodgers (Green Bay Packers):

Rodgers ist nicht nur der amtierende MVP, sondern seit Jahren eine sichere Bank in der NFL. Zudem ist er der wohl sicherste und zuverlässigste Quarterback der Liga. Seine Statistiken zeigen ,dass alleine schon wegen A-Rod auch dieses Jahr mit den Packers wieder zu rechnen sein muss. Natürlich ist es kein Nachteil, wenn man mit Randall Cobb und Jordy Nelson zwei überragende Wide Receiver und mit Eddie Lacy einen bärenstarken Runningback in seinen Reihen hat. Wichtig ist für den Erfolg, dass Rodgers über die gesamte Saison von Verletzungen verschon bleibt, zu häufig wurde er dadurch in den vergangenen Jahren beeinflusst. Der Titel des wertvollsten Spielers wird aber auch in der kommenden Saison nur über Rodgers gehen.

Statistiken 2014:
4381 Yards, 38 Touchdowns , 5 Interceptions,
QB-Rating: 112.2, 269 Rushing Yards


Tom Brady (New England Patriots)

Der Großmeister aller aktiven Quarterbacks. Selbst mit knapp 38 Jahren immer noch äußerst lauffaul, doch wer eine derartige Präzision im Wurfarm hat, der kann sich das Laufspiel auch getrost schenken. Über Bradys Karriere, welche sich langsam dem Ende nähern dürfte, braucht man nicht mehr viel sagen, vier Super Bowl Ringe belegen seine Klasse. Brady ist immernoch der Quarterback, dem man in einer entscheidenden Situation den Ball anvertrauen würde. Gemeinsam mit Tight End Rob Gronkowski und Receiver Julian Edelman bildet er eines der gefährlichsten Trios der NFL. Für den Titel wird es möglicherweise nicht reichen in der kommenden Saison, aber Brady wird trotz Sperre zu Saisonbeginn auch kommendes Jahr wieder sein Können zeigen.

Statistiken 2014:
4109 Yards, 33 Touchdowns, 9 Interceptions,
QB-Rating: 97.4, 57 Rushing Yards (2 TD)


Andrew Luck (Indianapolis Colts):

Luck ist eine echte Maschine. Ein Spielmacher, der den riskanten Pass niemals scheut und zudem noch ein ganz passabler Läufer ist. Sein unglaubliche Stärke in seinem Wurfarm und seine starke Physis macht es für gegnerische Defensereihen sehr schwer, ihn in Bedrängnis zu bringen. Die Colts zählen im kommenden Jahr auf jeden Fall zum erweiterten Favoritenkreis, wenn nicht sogar mehr.
Manchmal trifft der Sohn des ehemaligen Quarterbacks Oliver Luck noch die falschen Entscheidungen, doch wenn man bedenkt, dass Andrew Luck gerade einmal 25 Jahre alt ist, kann man ihm dies nachsehen und die Zukunft der Franchise aus Indiana scheint rosiger als jemals zuvor .

Statistiken 2014:
4761 Yards, 40 Touchdowns, 16 Interceptions,
QB-Rating: 96.5, 273 Rushing Yards (3 TD)


Ben Roethlisberger (Pittsburg Steelers):

Sein Spitzname "Big Ben" klingt zunächst übertrieben, doch er passt wie die Faust auf's Auge. Der fast zwei Meter große Playmaker der Steelers legte in der vergangenen Spielzeit Werte auf, die für einen 33-jährigen mehr als bemerkbar sind. Um ein Haar wäre es ihm gelungen, zum ersten Mal in seiner Karriere die 5.000 Yards-Marke zu brechen. Mit Antonio Brown verfügt er über den vielleicht besten Wide Receiver als Abspielstation, dazu sorgt mit Le'Veon Bell ein erstklassiger Runningback für Entlastung aus dem Backfield. Einzig das Laufspiel ist beim dreimaligen Pro Bowler quasi nicht existent. Zwei Trophäen hat Roethlisberger schon im Schrank stehen, seine Leistungen der vergangenen Saison , sowie das starke Team der Stahlstädter lassen auf jeden Fall eine Außenseiterchance im Kampf um die Lombardi Trophy zu.

Statistiken 2014:
4952 Yards, 32 Touchdowns, 9 Interceptions,
QB-Rating: 103.3, 27 Rushing Yards


Cam Newton (Carolina Panthers):

Wer einen Blick auf die Statistiken des 26-Jährigen wirft, wird sich denken: Ist ja ganz passabel, aber keinesfalls überragend. Das mag zwar stimmen, doch zum Einen bestritt Newton nur 14 Spiele in der vergangenen Saison, zum Anderen ist sein Laufspiel das vielleicht beste in der gesamten Liga. Genau wie bei Andrew Luck hat auch der Spielmacher der Panthers noch ausreichend Entwicklungspotential, zudem ist er der vielleicht athletischste Quarterback der NFL. Desweiteren ist Cam Newton im Vergleich zu den Kollegen in dieser Liste offensiv nicht mit reichlich erstklassigem Personal gesegnet. Trotz seines Verletzungspechs führte er sein Team in die Playoffs, was das Management in der Offseason auch mit einem neuen über 100 Millionen Dollar schweren Vertrag würdigten.

Statistiken 2014:
3127 Yards, 18 Touchdowns, 12 Interceptions,
QB-Rating: 82.1, 539 Rushing Yards (5 TD)


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